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Marko Tomicic

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Ebook verkaufen ohne Gewerbe dein praxiserprobter Leitfaden

02.13.2026

Lesedauer: 11 Minuten
Lesedauer 11 Minuten

Ja, das ist möglich – solange dein Tun als freiberufliche Tätigkeit gilt oder es sich um einen einmaligen Privatverkauf handelt. Die entscheidende Frage, die sich auch das Finanzamt stellt, ist: Verfolgst du eine „nachhaltige Gewinnerzielungsabsicht“?

E-Books verkaufen ohne Gewerbe – geht das überhaupt?

Du hast dein Wissen in ein E-Book gepackt und möchtest es jetzt unkompliziert an den Mann oder die Frau bringen. Doch dann kommt die große Frage: Brauche ich dafür sofort einen Gewerbeschein? Genau diese Unsicherheit hält viele davon ab, überhaupt den ersten Schritt zu machen. Die gute Nachricht: Die Hürden sind oft niedriger als befürchtet.

Der Trick besteht darin, die feinen, aber entscheidenden Unterschiede zu kennen: Ist das noch ein privater Hobbyverkauf, eine freiberufliche Tätigkeit oder schon ein richtiges Gewerbe? Nicht jeder Verkauf macht dich automatisch zum Unternehmer im rechtlichen Sinne.

Wo verläuft die Grenze zwischen Hobby und Geschäft?

Stell dir vor, du hast deine umfangreiche Masterarbeit über ein sehr spezielles Thema geschrieben. Die bietest du jetzt einmalig auf einer Plattform zum Download an. Das fällt in der Regel unter einen Privatverkauf. Warum? Weil hier die nachhaltige Gewinnerzielungsabsicht fehlt. Du hast nicht vor, regelmäßig und gezielt damit Geld zu verdienen.

Ganz anders sieht die Sache aus, sobald du anfängst, dein digitales Produkt aktiv zu bewerben. Du schaltest vielleicht Werbung auf Instagram, schreibst Blogartikel darüber und versuchst, immer wieder Verkäufe zu erzielen. Spätestens dann wird das Finanzamt hellhörig und sieht darin eine klare Absicht, dauerhaft Gewinn zu machen.

Dem Finanzamt geht es weniger um die Höhe deiner Einnahmen, sondern viel mehr um die Regelmäßigkeit und die professionelle Art deines Vorgehens. Ein sichtbarer Marketingplan ist ein starkes Signal für eine geschäftliche Tätigkeit.

Der elegante Weg für Autoren: Die Freiberuflichkeit

Für die meisten E-Book-Autoren gibt es einen idealen Mittelweg, der die Gewerbeanmeldung komplett überflüssig macht: der Status als Freiberufler. Schriftstellern wird in Deutschland nämlich ein sogenannter Katalogberuf zugestanden, und der ist typischerweise freiberuflich.

Was bedeutet das für dich ganz konkret?

  • Kein Gang zum Gewerbeamt: Den Papierkram für die Gewerbeanmeldung kannst du dir sparen.
  • Keine Gewerbesteuer: Als Freiberufler bist du von dieser Steuer befreit.
  • Einfache Anmeldung: Ein formloses Schreiben an dein zuständiges Finanzamt reicht meistens aus.

Ob das Finanzamt dich als Freiberufler durchwinkt, hängt natürlich von der Art deines E-Books ab. Ein Ratgeber, ein Fachbuch oder ein Roman sind klassische schriftstellerische Werke. Verkaufst du aber ein E-Book, das eigentlich nur die Anleitung für ein physisches Produkt ist, das du ebenfalls anbietest, könnte die Sache anders bewertet werden.

Der entscheidende Vorteil ist: Als Freiberufler agierst du professionell und rechtssicher, aber ohne den ganzen bürokratischen Apparat eines Gewerbes. Das ist der mit Abstand häufigste und praktischste Weg, um mit dem Verkauf deiner digitalen Produkte zu starten, ohne direkt ins kalte Wasser der Gewerbeordnung springen zu müssen.

Dein Weg zur Legalität: Privatverkauf, Freiberufler oder doch Gewerbe?

Okay, wir haben geklärt, dass du nicht zwingend ein Gewerbe brauchst, um dein E-Book zu verkaufen. Aber jetzt wird es konkret: Welcher Weg ist der richtige für dich? Die Antwort darauf hängt stark davon ab, wie du dein Projekt angehst. Das Finanzamt schaut sich nämlich ganz genau an, was du tust und vor allem, mit welcher Absicht du es tust.

Die Grenzen sind hier oft fließend. Bietest du dein E-Book nur einmalig im Freundes- und Bekanntenkreis an, weil du dein Wissen teilen möchtest? Dann ist das ziemlich sicher ein Privatverkauf. Wenn du aber anfängst, dafür auf Social Media zu werben, einen eigenen Verkaufslink einrichtest und regelmäßig Verkäufe generierst, dann sieht das Ganze schnell nach einer unternehmerischen Tätigkeit aus. Hier geht es um die berühmte Gewinnerzielungsabsicht.

Worauf das Finanzamt wirklich achtet

Um selbst ein Gefühl dafür zu bekommen, wo du stehst, solltest du die drei entscheidenden Kriterien kennen, die für das Finanzamt den Ausschlag geben:

  • Regelmäßigkeit: Verkaufst du dein E-Book nur ein einziges Mal oder wiederholt? Schon ein paar Verkäufe im Monat können als „regelmäßig“ eingestuft werden.
  • Umfang: Handelt es sich um ein einzelnes Herzensprojekt oder planst du, mehrere digitale Produkte anzubieten? Ein wachsendes Portfolio spricht klar für eine geschäftliche Tätigkeit.
  • Auftritt nach außen: Machst du aktiv Werbung? Ein professioneller Link-in-Bio Store, den du mit Tools wie alfima.io in wenigen Minuten aufsetzen kannst, ist ein starkes Signal für unternehmerisches Handeln.

Diese Grafik hilft dir dabei, deine eigene Situation schnell einzuordnen und den richtigen Weg für dein Vorhaben zu finden.

Entscheidungsbaum für E-Book Verkauf: Pfade für Hobby (Freude teilen) und Geschäft (Marktanalyse, Vertriebskanäle).

Man sieht sofort: Der entscheidende Punkt ist die Intention. Geht es dir darum, deine Freude am Thema zu teilen, oder willst du gezielt und geplant Geld verdienen?

Die elegante Lösung: der Weg als Freiberufler

Für die meisten, die E-Books, Kurse oder andere digitale Produkte erstellen, ist der Status als Freiberufler der goldene Mittelweg. Schriftstellerische und unterrichtende Tätigkeiten fallen in Deutschland unter die sogenannten Katalogberufe, was einen riesigen Vorteil mit sich bringt: Du bist von der Gewerbeanmeldung befreit. Das erspart dir den Gang zum Gewerbeamt, die Gewerbesteuer und eine Menge Papierkram.

Dein erster Schritt ist der „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“, den du einfach bei deinem zuständigen Finanzamt einreichst.

Mein Tipp aus der Praxis: Beschreibe im Fragebogen nachvollziehbar, warum deine Arbeit als schriftstellerisch oder unterrichtend einzustufen ist. Hebe den kreativen, schöpferischen Prozess hinter deinem digitalen Produkt hervor. Das macht es dem Finanzamt leichter, deine Tätigkeit korrekt zuzuordnen.

Die Anmeldung als Freiberufler ist der perfekte Kompromiss. Du bist damit offiziell und rechtssicher am Markt, umgehst aber den administrativen Aufwand eines Gewerbes.

Damit du die drei Wege – Privatverkauf, Freiberufler und Gewerbe – noch besser vergleichen kannst, habe ich dir die wichtigsten Punkte in einer Tabelle zusammengefasst.

Vergleich Privatverkauf, Freiberufler und Gewerbe

Eine Gegenüberstellung der wichtigsten Merkmale, Pflichten und Vorteile der drei Modelle für den E-Book-Verkauf.

Merkmal Privatverkauf Freiberufler Gewerbe
Absicht Gelegentlich, ohne Gewinnerzielungsabsicht Regelmäßig, mit Gewinnerzielungsabsicht Regelmäßig, mit Gewinnerzielungsabsicht
Art der Tätigkeit Einmaliger Verkauf, z. B. an Freunde Schriftstellerisch, kreativ, schöpferisch Händlerisch, z. B. Verkauf fremder E-Books
Anmeldung erforderlich Nein Ja, beim Finanzamt („Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“) Ja, beim Gewerbeamt und Finanzamt
Steuern Einkünfte i. d. R. steuerfrei (Freigrenze beachten) Einkommensteuer, Umsatzsteuer (ggf. Kleinunternehmerregelung) Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer (Freibetrag von 24.500 € beachten)
Buchführung Keine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) oder doppelte Buchführung (Bilanz)
Ideal für Einmaliges Teilen eines E-Books im privaten Rahmen Autoren, Coaches, Experten, die ihre eigenen Werke verkaufen Plattformen, Wiederverkäufer, Verlage

Diese Tabelle sollte dir eine gute erste Orientierung geben, welcher Weg am besten zu deinem Projekt passt.

Falls du noch tiefer in die Materie eintauchen möchtest, um eine wirklich fundierte Entscheidung zu treffen, empfehle ich dir unseren ausführlichen Artikel. Dort erklären wir im Detail den Unterschied zwischen Freiberufler und Gewerbe. So bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Steuern und Finanzen stressfrei meistern

Darstellung der Kleinunternehmerregelung mit Taschenrechner, Beleg, Tortendiagramm für Umsatzgrenzen (22.000 € und 50.000 €) und Umsatzsteuerbefreiung.

Der Gedanke an Steuern und Buchhaltung löst bei den meisten Kreativen nicht gerade Begeisterungsstürme aus. Aber keine Panik, das Finanzamt ist kein unbezwingbarer Endgegner. Mit dem richtigen Wissen und den passenden Tools kriegst du deine Finanzen von Anfang an in den Griff und kannst dich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: deine digitalen Produkte zu erstellen und zu verkaufen.

Dein wichtigster Trumpf als frischgebackener Creator ist die sogenannte Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG. Sie ist dein bester Freund, um den bürokratischen Aufwand kleinzuhalten, wenn du dein E-Book verkaufen willst, ohne sofort ein riesiges Gewerbe anzumelden.

Dein Joker: die Kleinunternehmerregelung

Stell dir vor, du könntest einfach Rechnungen schreiben, ohne dich mit der Umsatzsteuer herumschlagen zu müssen. Genau das ist der Kern dieser Regelung. Der größte Vorteil ist, dass du auf deinen Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen und sie dementsprechend auch nicht ans Finanzamt abführen musst.

Das macht nicht nur deine Buchhaltung unfassbar einfach, sondern gibt dir auch einen echten Preisvorteil. Du kannst dein E-Book günstiger anbieten als deine Konkurrenz, die 7 % oder gar 19 % Umsatzsteuer aufschlagen muss. Gerade am Anfang ist das Gold wert.

Um als Kleinunternehmer durchzustarten, musst du nur zwei simple Umsatzgrenzen im Auge behalten: Dein Umsatz im vorangegangenen Jahr darf 22.000 € nicht überschritten haben und im laufenden Jahr voraussichtlich 50.000 € nicht übersteigen. Wenn du startest, zählt nur die Prognose für das laufende Jahr.

Diese Vereinfachung beantragst du übrigens ganz unkompliziert im „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“, den du bei der Anmeldung deiner freiberuflichen Tätigkeit ohnehin ausfüllen musst.

Willst du noch tiefer in die Materie eintauchen? Unser Ratgeber erklärt dir alles zur Kleinunternehmerregelung und Umsatzsteuer-Befreiung.

Rechnungen richtig schreiben – auch als Kleinunternehmer

Auch wenn du keine Umsatzsteuer abführst, musst du für deine Verkäufe korrekte Rechnungen ausstellen können. Eine saubere Buchführung ist das A und O, um den Überblick zu behalten und für eine eventuelle Prüfung durch das Finanzamt gewappnet zu sein.

Deine Rechnung muss bestimmte Pflichtangaben enthalten, um rechtlich wasserdicht zu sein. Fehlt nur eine Kleinigkeit, kann das später unnötigen Ärger bedeuten.

Diese Angaben gehören auf jede deiner Rechnungen:

  • Dein vollständiger Name und deine Anschrift (und die deines Kunden).
  • Deine Steuernummer oder USt-IdNr. (die Steuernummer bekommst du vom Finanzamt).
  • Ein eindeutiges Rechnungsdatum, also wann sie ausgestellt wurde.
  • Eine fortlaufende, einmalige Rechnungsnummer.
  • Menge und Art der Leistung, z. B. „1x E-Book: Der ultimative Guide“.
  • Der Lieferzeitpunkt, also wann der Kunde das E-Book erhalten hat.
  • Der Rechnungsbetrag – bei dir ist Netto gleich Brutto.
  • Der entscheidende Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung. Ein Satz wie „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet“ ist hier Pflicht!

Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Tools wie alfima.io nehmen dir hier unglaublich viel Arbeit ab. Die Plattform kann für deine digitalen Produkte automatisch Rechnungen erstellen, die alle rechtlichen Anforderungen erfüllen. So sparst du wertvolle Zeit, vermeidest Fehler und kannst dir sicher sein, dass deine Finanzen von Anfang an sauber aufgestellt sind.

So bringst du dein Ebook in Minuten online

Laptop mit grünen Pfeilen, der auf eine PDF-Datei mit 'Shorl' zeigt, verbunden mit PayPal und einem 'Verkaufen'-Button für Link-in-Bio.

Genug der rechtlichen Theorie, jetzt wird’s praktisch. Wie kommt dein frisch geschriebenes digitales Produkt eigentlich zu deinen Lesern, ohne dass du dafür ein Technikstudium absolvieren musst? Die gute Nachricht ist: Es gibt heute moderne Vertriebswege, die speziell für Creator wie dich gemacht sind.

Der direkteste Weg ist oft der beste. Statt dich den strengen Regeln großer Marktplätze zu unterwerfen und deine Unabhängigkeit aufzugeben, kannst du mit All-in-one-Plattformen die volle Kontrolle behalten. Hier liegt der Fokus ganz klar auf Einfachheit und Geschwindigkeit.

Der schnellste Start mit einem Creator Store

Stell dir mal vor, du könntest dein digitales Produkt innerhalb weniger Minuten startklar machen – und zwar mit einem einzigen Link, den du überall teilen kannst. Genau das ermöglichen Plattformen wie alfima.io. Sie sind darauf ausgelegt, dir die komplette technische Last von den Schultern zu nehmen.

Der Prozess ist verblüffend einfach:

  • Produkt anlegen: Du lädst dein E-Book als PDF hoch, legst einen Preis fest und schreibst eine knackige Beschreibung dazu.
  • Zahlungsanbieter verbinden: Mit wenigen Klicks verknüpfst du dein PayPal- oder Stripe-Konto.
  • Link teilen: Und zack – schon hast du deinen persönlichen Verkaufslink. Den packst du direkt in deine Instagram-Bio, in deine E-Mails oder auf deine Webseite. Fertig.

Der entscheidende Vorteil hierbei ist, dass du dich nicht um die komplizierten Details kümmern musst. Die Zahlungsabwicklung, die automatische Auslieferung des E-Books nach dem Kauf und die Erstellung rechtssicherer Rechnungen – all das läuft im Hintergrund vollautomatisch ab.

Dieser Ansatz gibt dir maximale Freiheit. Du bestimmst den Preis, behältst die Hoheit über deine Kundendaten und machst dich nicht von den Algorithmen anderer abhängig. Gerade für den Anfang ist das der ideale Weg, um dein E-Book ohne Gewerbe zu verkaufen und erste Erfahrungen zu sammeln.

Marktplätze wie Amazon KDP als Alternative

Natürlich gibt es auch den Weg über die großen, etablierten Marktplätze wie Amazon Kindle Direct Publishing (KDP). Die größte Stärke dieser Plattformen ist ohne Frage ihre enorme Reichweite. Dein E-Book wird potenziell Millionen von Kunden gezeigt, ohne dass du selbst großes Marketing betreiben musst.

Diese Bequemlichkeit hat aber ihren Preis. Du trittst einen erheblichen Teil deiner Einnahmen als Provision ab und musst dich den starren Vorgaben bei Preisgestaltung und Formatierung beugen. Außerdem hast du keinen direkten Zugriff auf die Daten deiner Käufer, was es schwer macht, eine eigene Community aufzubauen.

Hier ein schneller Vergleich:

  • alfima.io & Co: Volle Kontrolle über Preis, Kunden und dein Branding. Ideal für Creator, die eine eigene Marke aufbauen wollen.
  • Amazon KDP: Gigantische Reichweite, aber weniger Kontrolle und geringere Margen. Eher geeignet, wenn du rein auf die Verkaufsmasse abzielst, ohne eine Community aufzubauen.

Der E-Book-Markt in Deutschland bietet gerade für unabhängige Creator riesige Chancen. Prognosen zeigen ein starkes Wachstum: Der Umsatz mit E-Books soll von 1,15 Milliarden Euro (2020) auf 1,59 Milliarden Euro bis 2025 ansteigen – ein Plus von über 38 %. Bereits im ersten Halbjahr 2025 stieg der Marktanteil von E-Books auf 8,4 %, und der Durchschnittspreis kletterte um 7,6 % auf 7,13 Euro. Das unterstreicht, welches Potenzial für dich und dein digitales Produkt darin steckt. Mehr zu diesen spannenden Prognosen zum deutschen E-Book-Markt kannst du nachlesen, um die Chancen voll zu nutzen.

Die wichtigsten Dokumente, um dich rechtlich abzusichern

Ein professioneller Auftritt schafft nicht nur Vertrauen bei deinen Kunden, sondern schützt dich auch vor teuren rechtlichen Fallstricken wie Abmahnungen. Auch wenn du dein E-Book ohne Gewerbe verkaufst, kommst du um einige rechtliche Grundlagen nicht herum, sobald du es öffentlich anbietest. Konzentrieren wir uns auf das absolute Minimum, das du von Anfang an brauchst.

Diese Dokumente sind übrigens keine reine Formsache. Sobald du einen Verkaufslink teilst – egal ob über Instagram, deine Webseite oder eine Plattform wie alfima.io – agierst du geschäftsmäßig im Internet. Damit unterliegst du automatisch bestimmten gesetzlichen Informationspflichten.

Ohne Impressum und Datenschutzerklärung geht nichts

Jeder, der online etwas verkauft, braucht ein Impressum. Punkt. Es informiert deine Kunden darüber, wer hinter dem Angebot steckt, schafft Transparenz und ist schlichtweg gesetzlich vorgeschrieben.

Genauso unverzichtbar ist die Datenschutzerklärung. Sobald du personenbezogene Daten verarbeitest – und sei es nur die E-Mail-Adresse des Käufers, um das E-Book auszuliefern – musst du deine Kunden darüber aufklären, was genau mit ihren Daten passiert. Das ist ein zentraler Baustein der DSGVO, den du auf keinen Fall ignorieren solltest.

Mein Tipp aus der Praxis: Nutze kostenlose Generatoren von Anbietern wie e-recht24 oder der IT-Recht Kanzlei, um rechtssichere Texte zu erstellen. Diese Tools führen dich Schritt für Schritt durch alle nötigen Angaben und nehmen dir eine Menge Arbeit ab.

Die Rechnung: Was als Kleinunternehmer drauf muss

Wie wir schon geklärt haben, musst du als Kleinunternehmer Rechnungen ausstellen. Eine saubere Rechnung ist nicht nur für deine eigene Buchhaltung Gold wert, sondern auch für deine Kunden ein klares Zeichen von Seriosität.

Hier ist eine kurze Checkliste mit den absolut notwendigen Angaben für deine Rechnung:

  • Dein vollständiger Name und deine Anschrift
  • Name und Anschrift des Kunden
  • Deine Steuernummer (nicht die Steuer-ID!)
  • Ein eindeutiges Rechnungsdatum
  • Eine fortlaufende, einmalige Rechnungsnummer (z. B. 2024-001, 2024-002, …)
  • Genaue Bezeichnung des Produkts (z. B. „1x E-Book ‚Der ultimative Guide‘“)
  • Der Rechnungsbetrag (Netto ist hier gleich Brutto)
  • Der entscheidende Hinweis: „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“

Neben diesen Dokumenten solltest du dich unbedingt auch mit den rechtlichen Spielregeln für digitale Produkte vertraut machen. Ein zentrales Thema ist hier die korrekte Handhabung des Widerrufsrechts. In unserem Artikel erklären wir dir alles, was du zum Widerrufsrecht bei digitalen Produkten wissen musst, um auch hier auf der sicheren Seite zu sein.

E-Book verkaufen ohne Gewerbe: Was du sonst noch wissen musst

Am Ende bleiben oft die kleinen, aber entscheidenden Fragen übrig. Keine Sorge, die gehen wir jetzt gemeinsam durch. Hier sind die Antworten auf die häufigsten Unsicherheiten, die uns in der Praxis immer wieder begegnen, damit du mit einem guten Gefühl loslegen kannst.

Muss ich wirklich jeden Euro aus E-Book-Verkäufen dem Finanzamt melden?

Ja, ganz klar. Sobald du ein digitales Produkt erstellst und es zum Kauf anbietest, verfolgst du eine Gewinnerzielungsabsicht. Und damit musst du jeden Cent deiner Einnahmen in deiner jährlichen Einkommensteuererklärung angeben. Das gilt auch, wenn du am Ende unter dem Grundfreibetrag bleibst und gar keine Steuern zahlen musst – die Meldepflicht besteht trotzdem.

Theoretisch könnte ein einziger, zufälliger Verkauf an einen Freund als privat durchgehen. Aber mal ehrlich: Wer erstellt ein digitales Produkt, um es dann nur einmal zu verkaufen? Sobald du es irgendwo bewirbst oder über einen Link zugänglich machst, ist es eine unternehmerische Tätigkeit.

Mein Tipp aus der Praxis: Dokumentiere von Anfang an alles. Tools wie alfima.io helfen dir dabei, indem sie alle Verkäufe und Rechnungen automatisch erfassen. Das erspart dir später nicht nur Kopfschmerzen, sondern gibt dir auch ein professionelles Gefühl.

Was passiert, wenn ich über die 22.000 € Umsatzgrenze komme?

Erstmal: Herzlichen Glückwunsch, das ist ein riesiger Erfolg! Aber keine Panik, es passiert nicht sofort etwas Dramatisches. Wenn du im laufenden Jahr die Grenze von 22.000 € Umsatz reißt, bleibst du für den Rest dieses Jahres trotzdem Kleinunternehmer. Du musst also nicht plötzlich mitten im November anfangen, Rechnungen mit Umsatzsteuer zu schreiben.

Die Änderung greift erst zum 1. Januar des Folgejahres. Ab dann bist du kein Kleinunternehmer mehr und musst auf deine Preise die Umsatzsteuer draufschlagen und sie ans Finanzamt abführen. Behalte deine Umsätze also gut im Auge, am besten monatlich. Eine Software wie alfima.io gibt dir hier jederzeit einen schnellen Überblick. So wirst du von dieser Umstellung nicht kalt erwischt und kannst deine Preise rechtzeitig anpassen.

Kann ich bei alfima.io schon loslegen, auch wenn ich noch keine Steuernummer habe?

Absolut, und das ist auch der empfohlene Weg! Du kannst dich direkt bei alfima.io anmelden und die 14-tägige Testphase voll ausnutzen. Richte in Ruhe deinen Shop ein, lade dein E-Book hoch, schreib ansprechende Texte – mach alles startklar. Viele unserer Creator machen schon in dieser Phase ihre ersten Verkäufe.

Parallel dazu füllst du den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ für deine freiberufliche Tätigkeit aus und schickst ihn ans Finanzamt. Das eine tun, ohne das andere zu lassen. So verlierst du keine Zeit und bist perfekt aufgestellt, wenn die ersten Einnahmen fließen. Denn denk dran: Steuerlich relevant ist dein Verdienst ab dem allerersten Euro.


Bist du bereit, dein Wissen zu Geld zu machen? Mit alfima.io baust du dir in wenigen Minuten deinen eigenen kleinen Link-in-Bio Store, ohne dich mit Technik herumschlagen zu müssen. Dein digitales Produkt wird automatisch ausgeliefert, und du hast alles an einem Ort im Blick. Probier's einfach aus!

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